• Senioren Domizil.

Zeitungsartikel zur Eröffnung

Seniorendomizil Heel erinnert an ein gutes Hotel – Wohlfühlatmosphäre für die Bewohner.

Das hier ein Haus mit Herz auf seine künftigen Bewohner wartet machte schon die Begrüßung vor den Toren des neuen Seniorendomizils Heel deutlich: Alle Gäste, die zu der Einweihungsfeier gekommen waren, erhielten ein schön gestaltetes Willkommensherz.

Ein weiteres Herz entbot auf einer der erhalten gebliebenen Eingangstüren des ehemaligen Sanatoriums „Regena“ einen Gruß; denn hier verblieb das einst so beliebte alte Bad Orb-Logo mit dem Herzen, aus dem der Solesprudel hervorquillt. Mit Herz und Sachverstand wurde auch das neue „Seniorendomizil Heel“ konzipiert. „Weder Krankenhaus- noch Heimcharakter“, umriss ein höchst angetaner Gast, „eher wie ein sehr gutes Hotel.“

Stadtansichten

Das neue Seniorenheim in alten Mauern soll zu einem Zuhause für die künftigen Bewohner werden. Und dafür hat sich die Familie Heel mit ihren Mitarbeitern und den beauftragten Unternehmen sehr viel ausgedacht, was die Lebensqualität steigert. Großflächige über 100 Jahre alte Orber Ansichten schmücken den Speisesaal, vom ersten Bahnhof, der 1901 eingeweiht wurde über das Gradierwerk, als es noch von einer Wandelhalle flankiert wurde bis hin zu einem Blick über das Gradierwerk zum Wintersberg, auf dem auch die Villa (Baujahr 1904) in der Sauerbornstraße zu erkennen ist, die, seit sie 1991 von der Familie Heel übernommen wurde, das bisherige „Seniorendomizil Heel“ bildete. Nun wird das Haus zur „Villa Heel“ und das benachbarte ehemalige „Regena“ zum „Seniorendomizil Heel“. Burgunde und Jürgen Heel betreiben auch seit vielen Jahren das „Seniorenheim Heel“ in Grebenhain- Hochwaldhausen.

Wenn alles läuft, werden um die 160 Mitarbeiter in Bad Orb und Grebenhain beschäftigt sein. Jürgen Heel stellte in einem humorvoll- fundierten Vortrag vor, was alles in den letzten Monaten passiert ist. Ursprünglich habe man angenommen, aus dem „Regena“ Verschiedenes übernehmen zu können. Aber drei Jahre Leerstand und eine aufgefrorenen Heizungsanlage hätten dies vereitelt. Dafür waren die Stahlbetonwände noch optimal. Spezialgeräte seien nötig gewesen, um Durchbrüche zu schaffen. Das Haus mit seinen 3500 Quadratmetern Nutzfläche wurde völlig entkernt. Heizung, sanitäre Anlagen und Elektronik sind komplett neu, wie praktisch alles Andere auch. 40 Kilometer Kabel mussten verlegt werden. Die Glasflächen erstrecken sich über 1300 Quadratmeter. Dank der großen Glasflächen an Balkons und Terrassen können nun auch Rollstuhlfahrer einen freien Blick genießen. Und der ist ja vom Seniorendomizil aus besonders schön, ob in Richtung Stadt, Gradierwerk oder Therme. Die Heizung wurde um ein BHKW erweitert, sodass nicht nur eigener Strom produziert, sondern auch noch ins Netz gespeist werden kann.

72 Plätze

72 Plätze wurden für das Haus genehmigt. 14 Tagespflegemöglichkeiten sind dabei. Verwaltungs-, Heim- und Pflegedienstleitungs- Räume wurden geschaffen. Es wird eine Krankengymnastikpraxis geben, die Michael Urban übernimmt. Jürgen Heel ist zwar Betriebswirt; aber auch Masseur und medizinischer Bademeister, und so sollen auch Wannenbäder in die Angebotspalette aufgenommen werden. Eine eigene Abteilung wird für demente Bewohner eingerichtet mit einem geschützten Bereich, in dem sie ihre Freiheit haben; sich aber nicht verlaufen können. Einzel- und Doppelzimmer wechseln sich mit Apartments mit Küchenzeilen ab.

In den Etagen werden voll eingerichtete Küchen zur Verfügung stehen. Die künftigen Bewohner sollen Abwechslung wie in den früheren eigenen vier Wänden und verschiedene Möglichkeiten für ihren Aufenthalt oder auch zur Einnahme der Mahlzeiten haben. Der breite Bereich von „noch sehr fit“ bis pflegebedürftig wird abgedeckt.

Eröffnung im Oktober

Auch stehen Räume für Feierlichkeiten sowie Schulungen zur Verfügung, mit Beschallung, Leinwand und Beamer. Glück habe man mit dem Wetter gehabt, erklärte Jürgen Heel. Schließlich musste im Winter ohne Heizung gearbeitet werden. Alle Firmen seien sehr zuverlässig und akkurat: „Es war und ist eine phantastische Zusammenarbeit“. Sein großer Dank galt auch den Mitarbeitern: „Sie haben extrem gut mitgezogen und die veränderten Bedingungen immer mitgetragen.“ Besonders herzlich fiel der Dank an seine Familie und hier insbesondere an seine Frau Burgunde aus. „Es wird weitergehen. Wir haben es richtig gemacht“, ist Jürgen Heel sicher und verriet schmunzelnd, warum ausgerechnet am vergangenen Montag zur Einweihung geladen war: „Es war mein absolutes Ziel, noch in meinem 59. Lebensjahr so weit zu sein, und morgen ist mein 60. Geburtstag.“

Noch ist nicht alles fertig. Demnächst führt auch noch eine Wandelhalle vom alten ins neue Haus an einer „Solequelle“ vorbei, wo sich jeder mit einem Schluck echter Orber Sole stärken kann. Die Eröffnung ist auf Anfang Oktober terminiert. Es haben sich bereits 40 Interessenten gemeldet. „Sie haben die Zeichen der Zeit erkannt“, erklärte Bürgermeisterin Helga Uhl und dankte der Familie Heel für den Mut, den sie mit ihrer großen Investition gezeigt habe. Aus Erfa! hrung wisse sie, dass sich die Bewohner im Hause Heel wohl fühlten und im neuen Seniorendomizil sei wirklich an alles gedacht worden; „eine Philosophie der Wohlfühlatmosphäre“. „Hut ab vor Ihrer Leistung.“ Dem schloss sich auch Pfarrer Stefan Kümpel an. Er brachte den Segen ins Haus und auch die Grüße seines verhinderten evangelischen Amtskollegen Günter Kaltschnee. „Ich war schon sehr oft im alten Haus und habe immer festgestellt, dass die Menschen vorbildlich betreut werden.“ Das Alter sei eine ganz wichtige Lebensphase, auch in unserer Zeit, die vom Jugendwahn geprägt sei, so Kümpel. „Der Mensch ist auf der Zielgeraden, soll zu seiner letzten Reife kommen.“

Gut aufgehoben fühlen

In Phasen, die mit Leid und Hinfälligkeit geprägt sein könnten, solle der Mensch erfahren, dass er geehrt, geachtet, geschätzt und gut aufgehoben sei, mit Leib und mit Seele. Die Nachfolge im neuen Seniorendomizil ist auch schon geregelt. Die älteste Tochter, Lavinia, ist Diplom-Pädagogin und Familientherapeutin, die jüngere Tochter Alea studiert noch. Ein künftiger Schwiegersohn, René Bönsel, ist auf dem Weg zum staatlich geprüften Heimleiter und der zweite, Dennis Merle auf dem Weg ins höhere Lehramt. Ganz besondere Geschenke hatten die Töchter vorbereitet. Einmal eine wunderbare gerahmte Collage aus Bruchstücken, die sowohl aus dem alten „Regena“ als auch aus dem neuen Haus stammten und weiterhin ein Wandtattoo mit Worten zu einem Zuhause. Ihrem „guten Bauleiter“ Jürgen Heel überreichten die Handwerker ein Stück der Kernbohrung, das mit einer Krone gekrönt ist. Peter Lorösch umrahmte den Festakt mit experimenteller Musik. Und nach Häppchen und Sekt wurde erst einmal das Haus besichtigt, und es gab viel Lob für die Familie, und Burgunde Heel dankte der Innenarchitektin Evi Waitkewitsch besonders für ihre gute Beratung.

Kontakt:

Seniorendomizil Heel: Telefon: 06052-6061

 

Sonderbeilage - Gelnhäuser Tageblatt (ez)

 

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