• Senioren Pflegeheim.

Szenen, wie aus dem Leben gegriffen

Sommerfest im Seniorenheim Heel zog viele Besucher an – Erinnerungen und Unterhaltung.

Das Sommerfest im Seniorenheim Heel anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Einrichtung zog neben vielen Angehörigen der Bewohner auch Repräsentanten aus Politik und Wirtschaft nach Hochwaldhausen. So konnte Jürgen Heel in seiner Eröffnungsrede in dem liebevoll dekorierten Festzelt auf dem Gelände des Heims neben Bürgermeister Manfred Dickert auch Landrat Rudolf Marx begrüßen. Die Glückwünsche im Namen der Volksbank Grebenhain überbrachte Hubert Kneißel, als Vertreter der Sparkasse Oberhessen war Jürgen Billasch der Einladung zu dem Fest gefolgt.

Dem Ehepaar Burgunde und Jürgen Heel, das 1983 eigentlich „aus der Not heraus“ das Altenheim gegründet hat, gelang es auch, dem Fest die freundschaftliche und familiäre Atmosphäre zu geben, mit der auch die Einrichtung geleitet wird. „Da fühlt man sich so wohl, da könnte man direkt einziehen“, lobte Marx das Haus, das 55 alten und pflegebedürftigen Menschen ein Heim bietet. Auch Dickert musste einräumen, dass er mittlerweile sehr dankbar ist, dass es eine Einrichtung von solchem Format innerhalb der Gemeinde Grebenhains gibt. „Anfangs war ich ja total dagegen. Immerhin war das hier ja mal eine Pension. Das war wichtig für den Fremdenverkehr. Und dann sollte ein Altenheim daraus werden“, hatte er Rudolf Marx noch kurz zuvor zugeraunt. Doch nach zahllosen Besuchen anlässlich vieler Geburtstage und Jubiläen, bei denen er jeweils die Glückwünsche der Gemeinde Grebenhain ausgesprochen hatte, sind ihm die Menschen hier richtig ans Herz gewachsen.

Viele Gespräche und Anekdoten aus dem Leben der Senioren konnte er mitnehmen und einige Geschichten haben mittlerweile schon Kult-Status erreicht und sorgen beim Wiedersehen für Gesprächsstoff.

So war es auch am Festtag, als die Senioren mit den zahlreichen Gästen Erinnerungen austauschten, Erlebnisse aus den vergangenen Jahren Revue passieren ließen. Oder gemeinsam den Liedbeiträgen der Liveband „Lothar und Peter“ lauschten und das ein oder andere Lied mitsangen. Lustig ging es zu bei den Einlagen der „Einbahnfrei Kommedie“, bei denen der ein oder andere Zuschauer sich in den komischsten Situationen wieder fand. So manches Kopfnicken bei Alt und Jung ließ vermuten, dass die Mitglieder der Truppe aus einem reichen Erfahrungsschatz der menschlichen Fehler und daraus resultierender unfreiwilliger Komödien profitieren können. „Wie aus dem Leben gegriffen“, meinten einige der Senioren angesichts der schauspielerischen Leistung der Darsteller. Zufrieden waren die Heimbewohner offensichtlich mit „ihrem“ Fest, das ebenso wie die Sommerfeste in den Vorjahren musikalisch von der Frauengemeinschaft Ilbeshausen zusätzlich ausgeschmückt wurde.

Ein weiterer Höhepunkt war die große Tombola, die jedermann mit hochwertigen und nützlichen Gewinnen lockte. So freute sich ein älterer Heimbewohner über einen Fußball „das passt ja zur EM“ und der Koch Jürgen Spiegel wird Dank eines neuen Schirms nie mehr im Regen stehen. Der Erlös der Tombola wurde von dem Ehepaar Heel an die Elternvereinigung leukämie- und krebskranker Kinder e.V. „Station Peiper“ gespendet.

Lauterbacher Anzeiger (ku) - 14.06.2008

 

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