• Senioren Pflegeheim.

Betreuung

Das Senioren- und Pflegeheim verfügt über 55 Heimplätze und ist mit  ca. 45 Mitarbeitern in den Bereichen Heimleitung, Pflege, Küche, Reinigung, Verwaltung und Hausmeister sowie Beschäftigungstherapeuten personell ausgestattet.

Pflegerische Betreuung

Auf die Einhaltung, Weiterentwicklung und Überprüfung von Pflegestandards, Pflegequalität, Pflegetechniken und Pflegeplanung legen wir besonderen Wert.

Die Dokumentation und Pflegeplanung ist für uns Grundlage einer optimalen Versorgung der Bewohner. Dem Pflegeteam ist es zu jeder Zeit möglich, Änderungen der Medikamentierung in der Dokumentation zu lesen und den Ablauf des Gesund- und Gemütszustandes des Pflegebedürftigen zu berücksichtigen.

Für jeden Bewohner wird eine Pflegeplanung erstellt, welche individuell die Wünsche, Bedürfnisse, Fähigkeiten und Pflegehilfe enthält. In gemeinsamen Dienstbesprechungen stellen wir sicher, die Persönlichkeit des alten Menschen zu erhalten und bedingt durch den Gesundheitszustand evtl. zu verbessern. Ziel ist größtmögliche Selbständigkeit des Einzelnen zu fördern.

Durch die Zusammenarbeit aller Abteilungen in der Einrichtung versuchen wir die Pflege gezielt und individuell auf den Heimbewohner abzustimmen. Eine umfassende Pflege beinhaltet nicht nur die Grund- und Behandlungspflege und alters- und krankheitsgerechte Ernährung, sondern auch die Betreuung auf dem psychosozialen, seelsorgerischen und rehabilitativen Bereich, wobei hier ganz besonderer Wert auf die Bedürfnisse des einzelnen Bewohners gelegt wird.

Leben im Senioren- und Pflegeheim

Der Alltag soll von allen Bewohnern gemeinsam gestaltet werden, unabhängig von ihren körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen.

Im Heim sind umfangreich pflegerische und behindertengerechte Hilfsmittel vorhanden und können bei Bedarf jederzeit und langfristig eingesetzt und benutzt werden. Der Bewohner erfährt die notwendige Hilfe in der gesamten Anlage.

Die Senioren haben jederzeit die Möglichkeit sich in ihr Zimmer zurückzuziehen. Sie alleine können entscheiden, wann und in welchem Ausmaß sie an den Aktivitäten des Hauses teilnehmen möchten.

Das Seniorenheim ist so konzipiert, dass die Bedürfnisse der Bewohner bei der Gestaltung ihres Lebensraumes immer im Mittelpunkt stehen.

Die Mitarbeiter aller Hausbereiche (Heimleitung, Pflegedienst, Küche, Hauswirtschaft, Verwaltung, Haustechnik) sind gemeinsam dafür verantwortlich, den Bewohnern für die individuelle Lebensführung die notwendigen Hilfestellungen zu vermitteln.

Voraussetzung für das Umsetzen eines bewohnerorientierten Konzeptes ist der Gedanke die Bedürfnisse, Fähigkeiten und Interessen der Bewohner zu akzeptieren und zu respektieren. Der Freiraum soll so wenig wie möglich eingeschränkt werden. Das Leistungs- und Pflegeangebot muss auf den Einzelnen ausgerichtet werden und darf das Ausmaß an Versorgung, welches benötigt und gewünscht wird, nicht überschreiten. Ziel ist, ein Maximum an Selbständigkeit zu erhalten.

Daraus ergibt sich, dass der Bewohner:

  • mit Respekt behandelt wird 
  • mit seinem Nachnamen angesprochen wird 
  • das Recht der freien Arztwahl hat 
  • feste Bezugspersonen hat 
  • Wünsche nach besonderen Speisen äußern kann 
  • sich jederzeit (weg) ungezwungen innerhalb und außerhalb des Hauses bewegen kann 
  • keine „Heimkehrzeiten“ vorgeschrieben bekommt 
  • von keinen festgelegten Besuchszeiten abhängig ist

So verstehen wir unter aktivierender Pflege alle Dienst- und Hilfeleistungen, die z.B. zur Vermeidung oder Verkürzung von Bettlägerigkeit oder Verwirrtheitszuständen beitragen. Hierzu zählen die Körperpflege unter Beteiligung des Bewohners, die Prophylaxe hinsichtlich körperlicher, geistiger und seelischer Gesundheit, die Tagesstrukturierung durch Mahlzeiten und Beschäftigungsangebote sowie die Einbeziehung persönlicher Erinnerungsstücke.

Um dies alles zu erreichen setzen wir ein vielseitig orientiertes und engagiertes Team ein, dazu zählen die Mitarbeiter im Haus, die behandelnden Ärzte, die ehrenamtlichen Mitarbeiter und die Seelsorger. Auch auf die Mithilfe der Angehörigen sind wir angewiesen, da diese in besonderem Maße ihrem Angehörigen das Gefühl geben können nicht „abgeschoben“ zu sein.

Durch häufige Besuche und tatkräftige Unterstützung der Angehörigen wird dem Bewohner das Einleben in die „neue Familie“ erleichtert.

Sozialtherapeutische Betreuung

Im Rahmen unserer sozialtherapeutischen Betreuung werden Ausflüge unternommen, Gesprächsgruppen veranstaltet, Spielevormittage arrangiert, Back- und Kochgruppen gebildet, gekegelt, gesungen, kreativ gearbeitet,  gemalt, persönliche Gespräche geführt und vieles mehr.

Täglich wechselnde Programme werden den Senioren angeboten. Die Teilnahme ist generell freiwillig.

Unser Ziel ist es die Selbständigkeit der Bewohner zu erhalten und zu fördern, indem sie aktiv an dem Tagesablauf teilnehmen. Durch Hausbesuche von Physiotherapeuten und Krankengymnasten soll die Beweglichkeit der Senioren erhalten bzw. aufgebaut werden.

Durch spezielle Rollstühle wird auch der Bewegungsradius von Gehbehinderten erweitert.

Auch die regelmäßigen Sitzungen unseres Heimbeirates werden auf Wunsch personell unterstützt. Probleme, Sorgen und Anregungen der Bewohner können auch auf diesem Weg erfasst und der Heimleitung mitgeteilt werden.

Durch persönliche Gespräche mit den einzelnen Bewohnern erkennt man die Bedürfnisse und Wünsche und kann so individuell Hilfestellung anbieten.

Begleitung und Betreuung sterbender Bewohner

Die Situation des Bewohners, der sein Sterben mit Bewusstsein erlebt, ist vor allem geprägt von seinen Ängsten vor dem Tod und von seinem Glauben an das, was danach sein wird.

Schwankungen zwischen Hoffnung und Verzweiflung, zwischen Annahme und Verweigerung, sowie ein Klammern an das „Hier und Jetzt“ sind bei Sterbenden häufig beobachtete Reaktionen. Wie ausgeprägt diese auftreten, ist abhängig vom gelebten Leben, den sozialen Bindungen, dem Glauben und dem körperlichen Befinden des Bewohners.

Es ist wichtig den Bewohner mit seinen Ängsten und Sorgen nicht alleine zu lassen. Auch Bewohner mit Demenz spüren einen liebevollen Händedruck und ein gutes Wort. Der Sterbende braucht liebevollen Beistand bis zum letzten Atemzug.

Nach Möglichkeit bitten wir die Angehörigen dem Bewohner zur Seite zu stehen. Sollten diese verhindert sein, stellen wir Mitarbeiter aus unserem Team zur Verfügung, die den Sterbenden auf seinem letzten Weg begleiten. Wenn es gewünscht wird, benachrichtigen wir auch gerne einen Pfarrer, der dem Bewohner seelischen Beistand leistet.

In enger Zusammenarbeit mit dem behandelnden Arzt, versuchen wir die Schmerzen der Bewohner so weit wie möglich einzuschränken. Auf Wünsche und Bedürfnisse des Bewohners nehmen wir Rücksicht.

Die angemessene Begleitung von Angehörigen, Freunden und dem Pflegepersonal soll grundsätzlich unabhängig vom Zustand des Sterbenden angestrebt werden. In unserem Haus wird die Begleitung des Sterbenden sehr ernst genommen.